Der Aurlandsfjord ist ein Seitenarm des Sognefjords, des längsten Fjords Norwegens. Die Region war über Jahrhunderte extrem abgelegen, da die Orte entlang des Fjords – darunter Flåm, Aurlandsvangen und Undredal – fast ausschließlich per Boot erreichbar waren. Im 19. Jahrhundert kam es zu einer größeren Auswanderungswelle nach Amerika, weil die Lebensbedingungen in den engen Tälern hart waren.
Einen tiefgreifenden Wandel brachte der Infrastrukturausbau des 20. Jahrhunderts:
- Die Flåmsbana (1940–1947) verband Flåm erstmals mit dem norwegischen Bahnnetz.
- In den 1980er- und 1990er‑Jahren entstanden große Straßentunnel, die die Region ganzjährig zugänglich machten.
Der Aurlandsfjord wurde dadurch vom abgeschiedenen Fjordarm zu einer wichtigen Passage für Kreuzfahrtschiffe und Individualreisende. Heute gilt er als eine der spektakulärsten Fjordlandschaften Norwegens, mit dem UNESCO‑Weltnaturerbe Nærøyfjord als Seitenarm.




