Der zweite Seetag war vom Wetter her trocken, morgens sind wir noch durch ein paar Nebelbänke gefahren – und lagen gerade am Bug auf Deck 18, als das Nebelhorn ertönte 🫨.

Die Sicht war rundherum „bescheiden“….

Vormittags stand die Nautische Stunde auf dem Programm, in der unser Kapitän neben ein paar Details seines beruflichen Werdegangs viele Fragen des Publikums kompetent und mit viel trockenem Humor beantwortet hat. Es sind dann deutlich mehr als die vorgesehenen 60 Minuten geworden.
Dabei kam dann die Idee, diesen Beitrag mit ein paar Details zu füllen, die bisher nicht – oder nur sehr knapp – Thema dieses Urlaubsberichts waren.
Sicherheit
- Schiffe müssen immer mindestens 25% mehr Rettungsplätze (Rettungsboote, -Inseln etc.) als Passagiere vorhalten
- Auf der AIDAnova wird viel für den Gesundheitsschutz getan, nach jedem Landgang und vor jedem Restaurant werden zum Beispiel die Hände aller Gäste desinfiziert.
- Um an Bord zu gelangen, erfolgt eine erste Berechtigungsprüfung für den Zugang zur Pier. Danach vor der Gangway eine weitere – inkl Handdesinfektion. Beim Betreten erfolgt das Einchecken mit der Bordkarte (Sicherheitspersonal kann Bild und Original abgleichen) sowie eine „Durchleuchtung“ von Personen und Gepäck
Umwelt
- AIDA ist Vorreiterin bei der Nutzung von Landstrom, um in den Häfen die Motoren auszustellen. Die ersten Schiffe wurden bereits mit dieser Möglichkeit ausgerüstet, bevor 2016 der erste Hafen in Europa Landstrom angeboten hat.
- Der Trinkwassertank der AIDAnova umfasst 3.500.000 Liter. Im Regelfall wird während der Fahrt durch tiefes Gewässer (in Küstennähe sind zu viele Schwebteilchen vorhanden) aus Salzwasser Trinkwasser produziert. Bei diesem Verfahren namens Umkehrosmose wird das Meerwasser mit hohem Druck durch spezielle, halbdurchlässige Membranen gepresst. Die Poren der Membran sind so winzig, dass nur die reinen Wassermoleküle hindurchpassen. Salz und andere im Wasser gelöste Stoffe werden zurückgehalten. Dies ist die weltweit am häufigsten eingesetzte Methode zur Trinkwassergewinnung, da sie sehr effizient ist.
- Alle Abwässer werden nicht einfach – wie früher – ins Meer geleitet, sondern passieren eine Kläranlage im Schiffsrumpf. Dort funktioniert der Reinigungsprozess wie in einer städtischen Kläranlage und die durch Mikroorganismen gereinigte Flüssigkeit, als das saubere Wasser, werden ins Meer geleitet.
Ach ja, den Klettergarten hatte ich auch zwischendurch fotografiert, aber selbst nicht genutzt 😉

Ab Mittag hatten wir dann noch einmal Sonne pur:

Und zum Schluß nahmen wir an der großen Verabschiedungs-Show teil – wir sind inzwischen wieder in der Ostsee angekommen und das Ende unserer Reise naht unausweichlich.

