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Landgang Haugesund
Landgang Haugesund

Landgang Haugesund

Haugesund ist eine junge Stadt, deren Wurzeln jedoch weit bis in die Wikingerzeit zurückreichen. Aufgrund ihrer Lage am Karmsund, dem historischen „Nordvegen“, dem Norwegen seinen Namen verdankt und dem Grab des ersten westnorwegischen Königs Harald I. gilt sie als „Geburtsstätte Norwegens“.

Ursprüngliche, natürliche Lebensmittel, die regional erzeugt wurden, spielten in Norwegen schon immer eine große Rolle. Doch in den letzten Jahren ist das Bewusstsein für die einheimische Küche noch einmal neu erwacht. An der Westküste finden sich deshalb zahlreiche kleine Betriebe, die Köstliches aus Zutaten der Region herstellen.

Ein besonders eindrucksvolles Naturschauspiel ist der Langfoss-Wasserfall im Åkrafjord: Mit einer Fallhöhe von 612 Metern zählt er nicht nur zu den höchsten Wasserfällen der Erde, sondern auch zu den schönsten. Ein weiterer Rekord wird in der Innenstadt von Haugesund aufgestellt. Denn die Hauptgeschäftsstraße Haraldsgata ist mit wahnsinnigen 410 Meter die längste Fußgängerzone Norwegens.

Deshalb stand bereits vor unserer Reise fest, dass wir zum einen die Innenstadt und zum anderen den Wasserfall in unsere Tagesroute aufnehmen . Der Himmel ist beim Landgang anfangs noch wolkenverhangen, aber „dicht“ geblieben. Beim Einlaufen in Haugesund war die Sicht eingeschränkt.

Dem bereits erwähnten König Harald I., auch Harald Hårfagre (Schönhaar) genannt, wurde eine Statue gewidmet. Daneben sind noch 2 weitere Persönlichkeiten aufgefallen. Trolle sind fast überall in Norwegen zu finden, während die bekannte Dame wegen ihres Vaters, der von hier stammt, einen Platz in Haugesund gefunden hat.

Trolle sind der Sage nach nachtaktiv und veranstalten dabei allerlei Unfug. Wenn ein Troll sich nicht rechtzeitig vor dem Sonnenaufgang versteckt, also von der Sonne geküsst wird, verwandelt er sich in einen Stein. Diese Sage entstand, als man noch nichts von der Eiszeit wusste und eine Erklärung für die vielen Steine in Norwegen suchte…😊

Die Fahrt zum Langfoss-Wasserfall mit dem von AIDA organisierten Bus war geprägt von einem grandiosen Blick auf die norwegische Natur! Zudem klarte das Wetter immer mehr auf und die Sonne schob die Wolken beiseite.

Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem Ort, den jede Norwegerin und jeder Norweger einmal im Leben besuchen sollte, Haraldshaugen. Hier soll der Winkingerkönig Harald I vor über 1.000 Jahren begraben worden sein.

Danach ging es zurück auf die AIDAnova. Das war gleichzeitig dann auch der Abschied von Norwegen. Morgen folgt dann noch ein letzter Seetag. Wir haben viel gesehen, erlebt und nebenbei einiges zu Norwegen erfahren. Zum Beispiel über das Schulsystem, aber auch über das Gesundheitswesen sowie das Rentensystem – das gehört aber nicht in einen Reiseblog.